Meisterkurs in Knechtsteden

Der Weg zur Augenoptikermeisterin
Habt Ihr schon unser neues Mitglied im Optik Henze Team der Pirckheimerstrasse getroffen? Luisa ist seit 2020 im Team und freut sich auf tolle Erfahrungen und Gespräche mit Euch. Da noch nie ein Meister vom Himmel gefallen ist, erzählt Luisa im aktuellen Blog ihren Weg zur Augenoptikermeisterin.

Es fing damit an, dass der Schuldirektor, Herr Neukirchen, bei uns in der Berufsschule das ZVA-Bildungszentrum vorgestellt hat. Zu diesem Zeitpunkt war für mich das Studium zur Augenoptikmeisterin aber noch kein Thema, von dem ich dachte, dass es für mich in nächster Zeit relevant werden würde. So vergingen ein paar Monate und ich dachte nicht weiter über den Vortrag nach, war ja schließlich auch kurz vor der Gesellenprüfung. Für mich persönlich brauche ich immer wieder Herausforderungen, so kam mir der Gedanke „Meister“ also doch wieder in den Sinn. Dunkel erinnerte ich mich auch wieder an den Vortrag.

 

Die ersten Fragen
Also benötigte ich vorab einige Informationen über die Schule:

 

  • Wo ist die Schule?
  • Wie viel würde der Meisterkurs kosten?
  • Muss man den in Vollzeit machen oder gibt es da auch eine Teilzeitmöglichkeit?
  • Wie melde ich mich an und welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

 

 

Im Endeffekt findet man alle Informationen auf der Seite des Bildungszentrums, trotzdem wollte ich mir die Räumlichkeiten selbst einmal anschauen und ein bisschen reinschnuppern. Im Mai 2015 war, so wie jedes Jahr, ein „Tag der offenen Tür“, bei dem ich mit meinen Eltern die Schule anschauen konnte. Es waren der Direktor, ein, zwei Dozenten und die Damen aus dem Sekretariat da. Der erste Eindruck war schon mal super! Alle waren sehr freundlich und konnten auf jede Frage eine Antwort geben, auch die Praktikumsräume machten einen sehr hochwertigen Eindruck.
Das alles brachte mich dann endgültig zu der Entscheidung dort meine Meisterausbildung anzutreten. Alles was ich dafür brauchte ist der Gesellenbrief und das Zeugnis der Berufsschule.

 

Den Meister kann man entweder in Vollzeit oder im Block-/Teilzeitkurs machen (Blockkurs: ein paar Wochen im Jahr ist man in der Schule, den Rest des Jahres verbringt man im Betrieb; Teilzeit: drei Tage in der Woche ist man in der Schule und zwei bis drei Tage im Betrieb). Es ist also für jeden ein passender Kurs dabei! Für mich selbst kam der Teilzeitkurs (drei Tage in der Schule) in Frage, der sollte am 06.01.2016 anfangen. Also hieß das für mich von Zuhause direkt mal 400km weit weg in eine eigene Wohnung zu ziehen… anfangs sehr beängstigend, mit der Zeit hat sich aber auch das normalisiert.

Der erste Tag
Okay… erster Tag, 8 Uhr Anfang eines neuen Abschnitts… ehrlich gesagt, war ich ziemlich aufgeregt und nervös. neue Umgebung, neue Menschen.. die teilweise auch noch seltsam reden… War dann natürlich auch viel zu früh da, naja kein Problem, ich bin dann erst mal zum Hörsaal, wo die Einführung statt finden sollte. Davor standen auch schon einige, die genauso aussahen, wie ich mich fühlte, etwas verloren und nervös. Als man dann aber festgestellt hatte, dass man wirklich in einem Kurs war, hat man angefangen sich vorzustellen und sich schon mal etwas kennenzulernen.

 

So gab es ein paar einführende Worte von Herr Neukirchen, welcher zeitliche Ablauf des Kurses geplant war und in welcher Form das ablaufen wird. Es ging dann direkt mit dem Ausbildereignungsschein los, bei dem die Prüfungen Ende Januar 2016 war, ein straffes Programm also! Als wir den in der Tasche hatten ging es mit dem ersten Optik-Semester los. schon eine Umstellung zu den Vorlesungen des Ausbildereignungsscheines, aber auch sehr interessant! Es kamen die Grundlagen des Sehtestes, die Anatomie des Auges, sowie die Pathologie und noch viele weitere interessante Inhalte. Alles was man in der Theorie zum Thema Refraktion gemacht hat, wurde zeitnah in der Praxis umgesetzt, so dass man auch direkt für die gefühlt ewig weit entfernte Meisterprüfung vorbereitet wird.

 

Und wie ist das Fazit?
Zugegeben, es war am Anfang doch etwas anstrengend, der neue Tagesablauf, die neue Umgebung, die neuen Gesichter und die vielen neuen Informationen! Aber die Zeit vergeht so schnell, da dreht man sich drei mal im Kreis und schon ist man im dritten Semester, hat vieles weiteres zum Sehtest gelernt, zum Thema Anpassung von weichen und formstabilen Linsen und noch weitere Dinge zu allen möglichen optischen Inhalten! Wobei man sagen muss, dass alle Dozenten, immer super freundlich, wirklich alle Fragen beantworten können. Bei Problemen steht immer jemand zur Verfügung, entweder die Dozenten oder die Damen aus dem Sekretariat. Doch zum Meister gehört noch mehr, als „nur“ die fachliche Ausbildung. Wie oben schon erwähnt, bekommt man auch Einblicke zu Fragen des Personal- und Qualitätsmanagements, zum betrieblichen Rechnungswesen und Marketing. Auch das ist ein Teil der Ausbildung. Für mich ging es Mitte 2017 in den Endspurt, die Prüfungen waren Ende August, der ganze Kurs, inklusive mir, war schon etwas nervös.
Mein Fazit der Meisterzeit, dass ich mich nicht nur in meinem fachlichen Wissen, sondern auch persönlich weiterentwickelt habe und jetzt einige Dinge doch in einem anderen Licht sehe. Ich habe neue Freunde kennengelernt und auch der Spaß kam bei der ganzen Lernerei nicht zu kurz! Im Oktober 2017 habe ich dann nach einer Wartezeit von etwa 2 Monaten endlich meine Ergebnisse erhalten und ich habe erfolgreich die Prüfungen bestanden!

 

Bei Fragen könnt Ihr gerne vorbeikommen und mich mit Fragen löchern. Oder Ihr informiert Euch dirket auf der Homepage Akademie der Augenoptik.